Der Goldene Pädobar 2018: Nominierungen

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Der Goldene Pädobär
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Der Goldene Pädobar 2018: Nominierungen

Beitrag von Der Goldene Pädobär » Do 25. Jan 2018, 20:53

“Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.”
Dieses Zitat entstammt der Ziffer 1 des deutschen Pressekodex und ist somit ein wichtiger Grundsatz deutscher Presseberichterstattung. Doch leider wird bei der Berichterstattung zum Thema Pädophilie dieser Grundsatz oftmals außer Acht gelassen. Die Gründe dafür können vielfältig sein: vielleicht weil der Sensationsfaktor wichtiger war oder aber einfach aus purer Unwissenheit.

In den Medien wird die Pädophilie häufig mit Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen in Verbindung gebracht. Doch warum tut man das? Wie kann eine pädophile sexuelle Orientierung damit gleichgesetzt werden, wenn sie doch offensichtlich für sich alleine genommen nicht Ursache für Missbrauch und Vergewaltigung eines Menschen ist – genauso wenig wie bei den Vertretern anderer Sexualitäten auch?

Dennoch wird die (oftmals noch nicht einmal gesicherte) pädophile Neigung des Täters oft explizit erwähnt. Damit werden insbesondere Pädophile, die keine Sexualstraftaten begehen, in ein schlechtes Licht gerückt, nur weil sie möglicherweise(!) die sexuelle Orientierung eines/r Täters/in teilen. „Möglicherweise“ deshalb, weil nach verschiedensten Studien zu den Straftaten des Hellfeldes nur maximal 40% der Täter überhaupt eine pädophile sexuelle Orientierung besaßen. Der Rest sind sogenannte Ersatzhandlungstäter, die aus zahlreichen anderen Gründen (z.B. Sadismus) Kinder missbrauchen. Dennoch werden die Täter in den meisten Fällen als pädophil gehandelt. Sorgfältige Recherche (Ziffer 2 des Pressekodex) sieht anders aus.

Diese oftmals nur auf Vorurteilen beruhende Berichterstattung über Pädophile wollen wir nicht länger tatenlos hinnehmen. Aus diesem Grund wollen wir die diffamierendsten Berichterstattungen des Jahres 2018 mit einem Antipreis, dem Goldenen Pädobären 2018, auszeichnen.

Dabei kann jeder von Euch mithelfen, indem Ihr unseren Topf mit Nominierungen füllt. Das können Zeitungs- sowie Onlineartikel sein, aber auch Blogposts, TV-Reportagen und Podcasts. Sämtliche journalistische und/oder redaktionelle Erzeugnisse sind herzlich willkommen.

Bedingungen für die Nominierungen:
  • Die Veröffentlichung muss zwischen dem 1.1.2018 und dem 31.12.2018 erfolgt sein
  • Die Veröffentlichung muss in deutscher Sprache (Audio, Text oder Untertitel) verfügbar sein. Der Bericht sollte sich an ein deutschsprachiges Publikum richten.
  • Es können alle Medientypen nominiert werden: Zeitungsberichte, Blogposts, Videos, Audiopodcasts usw…
  • Nominierte Artikel müssen für die Jury zugänglich sein. Artikel aus Printmedien sollten zusammen mit einem Foto, Berichte hinter einer Paywall zusammen mit einem Screenshot des gesamten Artikels eingereicht werden (solche Screenshots lassen sich etwa mit dem kostenlosen Addon Screengrab erstellen). Dasselbe gilt für Artikel, die mit aktiviertem Schutz vor Aktivitätenverfolgung (privater Modus im Browser, Adblock, Ghostery etc.) nicht einsehbar sind.
  • Der Artikel sollte ernst gemeint sein und eine ernstzunehmende Reichweite haben (ein Bericht der Tagesschau hätte Vorrang vor einem privaten Blog)
  • Nominierungen dürfen grundsätzlich von jedem eingereicht werden. Insbesondere dürfen auch Nicht-GSA-Mitglieder Artikel vorschlagen.
  • Zu jeder Nominierung sollte eine kurze Begründung mitgeliefert werden, warum der Artikel nominierungswürdig ist. Das gilt insbesondere für besonders lange Nominierungen (etwa Bücher oder sehr lange Videos)
  • Die Jury hat jederzeit das Recht, eine Nominierung abzulehnen, wenn sie die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt.
  • Nominierungen können bis zum 31.01.2019, 23:59:59 eingereicht werden.
Berichte können entweder über einen Post in diesen Thread oder aber per Mail an gpb@shadowsproject.net nominiert werden.

Aus allen Einsendungen wählt die Jury, bestehend aus
  • Sirius,
  • Caspar Ibichei,
  • Max und
  • Daniel
im Jahre 2019 die schlechtesten aus und verleiht ihnen den Goldenen Pädobär 2018!


Der Goldene Pädobär 2018 wird organisiert von Daniel, Max und Sirius. Die Idee für den Preis stammt ursprünglich aus dem VirPed-Forum und wurde 2015 für den englischsprachigen Bereich von Simgiran organisiert und durchgeführt (Link) - siehe dazu auch die Meldung auf SuH vom 5.5.2016. Für Fragen und Diskussionen zum Preis könnt ihr den Diskussionsthread nutzen oder euch per Mail an gpb@shadowsproject.net wenden.
Was ist der Goldene Pädobär? Siehe hier!
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Beitrag von Der Goldene Pädobär » Do 25. Jan 2018, 22:05

Zuletzt geändert von Der Goldene Pädobär am Mo 5. Nov 2018, 17:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Der Goldene Pädobär » Do 25. Jan 2018, 22:10

Hinweis: in diesen Thread sollen ausschließlich Nominierungen gepostet werden. Für Diskussionen zum Goldenen Pädobär 2018 nutzt bitte den Diskussionsthread. Für Diskussionen zu den einzelnen Nominierungen macht bitte eigene Threads auf. Jeder Post, der keine Nominierung ist, wird aus diesen Thread entfernt!

Wir sind außerdem noch auf der Suche nach weiteren Jurymitgliedern! Wer also Interesse daran hat, sich als Jurymitglied zu beteiligen und an der Krönung des Goldenen Pädobär 2018 mitzuwirken, der kann sich gerne per Mail an gpb@shadowsproject.net wenden!
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Sirius
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Beitrag von Sirius » Fr 26. Jan 2018, 00:26

Dann fange ich mal an mit der ersten Nominierung:

Pädophile suchen selten Hilfe (Wiler Nachrichten vom 18.01.2018)

Das ist ein Interview mit eine Psychiaterin, die uns erklären möchte wann die "Grenzen der sexuellen Norm überschritten sind". Dadurch, dass das Interview mit einer Person vom Fach durchgeführt wird, die von den Lesern entsprechend ernst genommen wird, sehe ich die Kritikpunkte noch wesentlich schärfer.

Was ich problematisch an dem Interview finde:
  • Die These des Artikels (Pädophile suchen selten Hilfe) wird dadurch begründet, dass an einer Anlaufstelle für Pädophile in Basel sich in vier Jahren nur zehn Menschen gemeldet haben. Die Existenz von KTW, und dass sich dort inzwischen ca. 8500 Leute gemeldet haben, wird überhaupt nicht erwähnt.
  • Die Betonung, dass Pädophilie ja "außerhalb der Norm" liegt und deswegen als problematisch zu betrachten ist. Auch der folgende Satz: " In einem solchen [ein therapeutisches Gespräch] kann geklärt werden, ob die Fantasien sich noch im Rahmen der ungefährlichen Norm bewegen"
  • Das Interview verwischt ziemlich die Grenzen zwischen Pädophilen und Straftätern. Es wird zwar zwischen pädophil und pädosexuell unterschieden, aber ich habe das Gefühl dass niemand so wirklich weiß, was die Begriffe eigentlich bedeuten. So ist später von "pädosexuellen Neigungen" und "pädosexuellen Fantasien" die Rede. In dem Infokasten zu pädosexuellen Übergriffen bleibt unerwähnt, dass diese erwiesenermaßen meistens nicht von Pädophilen begangen werden.
  • Die üblichen Botschaften, nach denen Pädophile eine ständige Gefahr sind. Beispiel: "Kernpädophile müssen sich ein Leben lang beherrschen, um nicht das zu tun, was verboten ist. Das ist ein schweres Leben", und "Aber es ist klar, dass der Kernpädophile, der sich ständig beherrschen muss, eine schlechtere Prognose hat als jener mit der pädosexuellen Nebenströmung", und "Es gibt keine Heilung, sondern nur die ständige Kontrolle. Selbst- und fremdbestimmte Kontrolle." Und das obwohl später gesagt wird, dass "zwischen drei und fünf Prozent der Menschen mit pädosexueller Neigung" übergriffig wird. Wie kann es sein, dass Pädophile ständiger Kontrolle bedürfen, ein schweres Leben führen müssen und konstant ein Risiko darstellen, wenn es >= 95% doch schaffen nie übergriffig zu werden?
  • Folgende Aussage: "Bei Nicht-Kernpädophilen kann es sein, dass sie mit einer erfolgreichen Therapie an Selbstvertrauen gewinnen und sexuell «nachreifen» können, dass die pädosexuelle Neigung irgendwann wegfällt."
~ Männlich ≈ 25 J. | Präferenz: 3-13♀♂ (70%); ≥18♀ (30%) | In Therapie ~
Mail: sir.iusly@yandex.com (PGP) | jabber: sir.ius@jabber.ccc.de
---
Denn die einen sind im Dunkeln, und die andern sind im Licht
Und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.
-- Bertolt Brecht --

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Mascha
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Beitrag von Mascha » So 28. Jan 2018, 10:07

Das hier ist so derartig abartig, widerlich und bösartig, dass ich eine Weile überlegt habe ob ich es hier irgendjemand antun will... habe es bei Facebook gefunden ind eben gemeldet.
Ich denke es handelt sich sehr offensichtlich um Fake News.

https://animalhappiness.club/life/bulld ... -children/

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Der Goldene Pädobär
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Beitrag von Der Goldene Pädobär » So 28. Jan 2018, 13:26

Abartig, widerlich und bösartig ist wirklich eine gute Beschreibung für diese Wortsammlung.

Für den Pädobär passt es aber leider nicht, da der Bericht nicht deutschsprachig ist.
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Hermann-AGPD
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Beitrag von Hermann-AGPD » Mo 29. Jan 2018, 12:30

Hiermit nominiere ich die BLÖD-Zeitung, die in ihrer heute erhältlichen bundesweiten Printausgabe neue Maßstäbe für journalistische Verirrungen in Julius-Streicher-Manier verbreitet. "Unfassbare Wahrheiten..." usw.
Kann ich hier Bilder der Seiten einbinden?
Vor Schelmen, die den Mantel der Gerechtigkeit tragen, vor denen kann kein Mensch sich schützen. Die sind ärger als die schlimmsten Verbrecher und verdienen doppelte Bestrafung.
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Aiko
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Beitrag von Aiko » Mo 29. Jan 2018, 16:00


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Beitrag von Sirius » Mo 29. Jan 2018, 21:23

Hermann-AGPD hat geschrieben:
Mo 29. Jan 2018, 12:30
Kann ich hier Bilder der Seiten einbinden?
Bilder lassen sich am besten per Mail einreichen, an: gpb@shadowsproject.net.

Ansonsten nehme ich erst einmal den Online-Artikel in die Nominierung auf. Vom Text scheint der sich von der Print-Version ja nicht zu unterscheiden.

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Naches
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Beitrag von Naches » Do 1. Feb 2018, 16:15

Nominierung: Tatort Déja-vu

Handlung
Der Tatort behandelt den sexuellen Missbrauch und Ermordung des 9-Jährigen Ricos. Der Täter ist angeblich Pädophil. Die Kommissare machen sich auf die Suche des Täters und bekommen Hinweise auf einen Schwimmlehrer, der angeblich eine "pädophile" Vergangenheit hat. Diese diese "pädophile" vergangenheit bezieht sich auf einen Kuss zwischen ihm als Lehrer mit einem seiner Schüler (16) und ist damit nichts mit Pädophilie zu tun. Der Schwimmlehrer ist nicht der Täter, wird allerdings vorerst von den Medien als Täter hingestellt, was seine soziale Existenz zerstört und den Vater des Jungens zu einer Gewalttat gegen ihn aufhetzt. Der wahre Täter wird in Zwischeneinblendung immer wieder gezeigt. Darunter auch, dass er eine Freundin hat und einen neuen Kontakt zu einem Jungen anbahnt. Zum Ende hin kommen die Kommissare dem Täter auf die Spur und die Zwischeneinblendungen verdichten sich. Gezeigt wird ein Mensch, der scheinbar von seinem Trieb getrieben ist und "perfide" Methoden nutzt, um die Kinder in seine Wohnung zu locken. Kurz bevor es zu dem Missbrauch eines weiteren Jungen kommt, schöpft die Freundin des Täters (welche anscheinend von einer vorherigen tat weiß) verdacht und sucht ihn in seiner Wohnung auf. Ein wenig später haben auch die ermittelnden Kommissare den Täter ermittelt und stürmen die Wohnung. Der Täter begeht in dem Moment, in dem die Polizisten die Wohnung stürmen Slebstmord.

Quelle:
http://www.ardmediathek.de/tv/Tatort/D% ... d=49584004

Kritik
In dem Tatort finden sich viele Vorurteile und Falschaussagen übner Pädophile.
So wird in einer Lagebesprechung der Polizisten ein Täterprofil aus dem Handgelenk geschüttelt: "klassischer Pädophiler der genau weiß was passiert wenn er auffliegt", der perfide Strategien entwickelt um Kontakt zu Kindern herzustellen.
Hier wird ein sehr realitätsfremdes Bild eines Pädophilen gezeichnet. Auch im weiteren Verlauf, wird der Täter analysiert und als Grund, warum er Badewannenbilder von seinem Opfer ins Netz gestellt hat, wird die Hypothese aufgestellt:
"Die Täter wissen ganz genau das etwas mit ihnen nicht stimmt und der Austausch mit anderen Pädophilen hilft ihnen sich normal zu fühlen"
In dem Gesamtzusammenhang wird hier allen Pädophilen unterstellt, genau so zu sein und zu Handeln. Jede Handlung die gemacht wird dient entweder der Anbahnung von Kontakt zu Kindern, der Verschleierung dessen oder um sich "normal" zu fühlen.
Auch die Beziehung mit seiner Freundin, scheint in dieses Konzept zu passen. Sie ist ein Deckmantel um seine wahre Ausrichtung zu überspielen und auch die Freundin versucht den Verdacht von ihrem Freund wegzulenken. (Hinweis auf den Schwimmlehrer).

Im gesamten Film wird also das Bild eines triebgesteuerten Monsters gezeichnet, welcher allerdings perfide Strategien entwickelt um Kontakt zu Kindern herzustellen. Und dieser Kontakt dient nur dem Zweck, die Kinder im Anschluss zu missbrauchen und zu ermorden. Dieses Bild wird in dem Gesamten Bild mit dem Wort Pädophilie benannt.

Pädophilie ist allerdings nur die Bezeichnung für Menschen, die sexuell auf das kindliche Körperschema ansprechbar sind und sagt nichts über andere Persönlichkeitsmerkmale aus.
Dieser Film greift allerdings die bereits vorhandene Vorurteile gegen pädophil empfindene Menschen auf und verstärkt somit das bereits eneorme Stigma gegen diese Menschen.
Der Begriff Pädophil wird mit einem Kindesmissbrauch gleichgesetzt. Diese Gleicheit ist allerdings nicht gegeben!

Neben der dem Vertiefen von Vorurteilen, gegen eine Randgruppe der Gesellschaft, ist der Film auch ncoh in anderen Punkten zu kritisieren. So empört sich der leitende Kommissar über fehlende Möglichkeiten in der Auswertung von Beweisen. Kindesmissbrauch wird also indirekt vorgeschoben um weitere Daten zu speichern und auszuwerten. Oder anders formuliert, der Vorratsdatenspeicherung Auftrieb zu geben (Welche in bisherigen Formulierungen gegen das Bundesgesetz und Europäischen Recht verstößt).
Desweiteren werden die Personen, welche anscheinend wirklich unter psychischen Probleme leiden als Publikumsliebling inszeniert. Der Stiefvater leidet anscheinend unter Impulskontrollstörungen, was die Szene zeigt, in dem er ungehalten auf seinen Freund(!) losprügelt, während dieser mit den Kommissaren spricht.

Auch wird auf die Zerstörung des sozialen Lebens des Schwimmlehrers nur mit einem beiläufigen Satz "Siebert kann sich ein Strick nehmen, der ist fertig" reagiert. Dieser setzt scheint sich zu bewahrheiten, als das Auto des Schwimmlehres brennend vorgefunden wird, oder er nocheinmal Krankenhausreif geschlagen wird.
Aber diese Zerstörung eines Lebens scheint als nötiger Korrateralschaden gesehen und nicht weiter thematisiert.


In diesem Machwerk wurden einige Leitlinien des Pressekodex nicht beachtet:
Sorgfalt:
Es ist eindeutig nicht sorgfältig über Pädophilie recherchiert worden, sonst hätten solche Verallgemeinerten Darstellung keinen Eingang in den Tatort finden dürfen.

Religion und Weltanschauung
Eine Randgruppe wird in diesem Tatort als Monster dargestellt, womit eine subjektive Weltanschaung vermittelt wird, welche nicht mit Fakten untermauert werden kann.

Diskriminierung und Berichterstattung über Straftaten:
Der sexuelle Übergriff und Mord an Rico, wird in einer verallgemeinerten Form einem Täter zugeordnet, der einer bestimmten sexuellen Randgruppe angehört. In der Art, wie dies geschehen ist, werden Vorurteile gegen diese Minderheit geschürt.
naches@vfemail.net || Was war jetzt noch gleich so schlimm daran jemanden zu lieben?
tox: 03D3DBE2E0883E4304B4E1DD8DB7379E2A7947AC045002828EE77887F28E6F513EAACFA0A808

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