Abbruchsquote und Gründe

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Antworten
Abbrecher

Abbruchsquote und Gründe

Beitrag von Abbrecher » Mi 13. Jun 2018, 18:59

Bei "Unter Pädos" wurde gesagt das fast alle nur abbrechen bei KTW wegen der Wohnortnähe.
Dahinter schien mir ein extremer Schnitt zu sein, als wenn da eigentlich auch noch andere Gründe genannt wurden.
Wie hoch ist die Abbrecherquote und welche Gründe sind neben Wohnortnähe bekannt?

KTW - Standort Berlin
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Registriert: Do 11. Mai 2017, 22:44

Beitrag von KTW - Standort Berlin » Mi 13. Jun 2018, 19:37

Hier die aktuellen Zahlen:

9515 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich bis Ende März 2018 Hilfe suchend an das 2011 gegründete Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ gewendet. 2894 Personen stellten sich an einem der Standorte zur Diagnostik und Beratung vor, 1554 von ihnen konnte ein Therapieangebot gemacht werden. Insgesamt haben seitdem 925 Teilnehmer die Therapie begonnen und 360 erfolgreich abgeschlossen. 345 befinden sich aktuell in therapeutischer Behandlung. 220 haben die Behandlung abgebrochen. Rund 90 nehmen aktuell an einem der Standorte am Angebot der Nachsorge teil.

Sie halten eine Abbbruchquote von ca. 20 Prozent (220 von 925) für hoch. Diese Quote entspricht der gängigen Quote psychotherapeutischer Therapieangebote.

Die Differenz zwischen den Kontaktaufnahmen und denjenigen, die die klinische Diagnostik absolviert haben, ergibt sich tatsächlich in erster Linie aufgrund weiter Anreisewege. Wir fragen die Menschen ja, und das ist die häufigste Rückmeldung.

Die Differenz zwischen klinischer Diagnostik und ausgesprochenem Therapieangebot resultiert in erster Linie aus Ausschlusskriterien (keine Diagnose Pädophilie/Hebephilie, anhängige Justizverfahren, generelle Ausschlusskriterien wie unbehandelte psychiatrische Störung oder starke Suchtmittelabhängigkeit etc., wegen denen die Interessenten dann zunächst einmal weiter vermittelt werden).

Übrigens: Interessenten, die aufgrund zu weiter Anreisewege keine Diagnostik und Therapie an einem der Standorte in Anspruch nehmen konnten oder bei denen Faktoren vorlagen, welche die Aufnahme in das Therapieprogramm verhinderten (z.B. schwere psychische Störungen, Substanzabhängigkeit etc.) wurden den Gegebenheiten angemessene Therapiealternativen vermittelt.

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