Virtuelle Kinderpornographie

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Horatio

Virtuelle Kinderpornographie

Beitrag von Horatio » Do 7. Feb 2019, 05:28

Zitat aus eurem Forum: [Anmerkung vom Team: das Zitat stammt nicht aus dem Forum sondern von der SuH-Webseite: https://www.schicksal-und-herausforderu ... er-chance/]
"Dieses unterschwellige, schwer zu kalkulierende Risiko dürfte als Begründung genügen, virtuelle Kinderpornographie auch in Zukunft unter Strafandrohung zu belassen. Solange ein Zusammenhang von virtueller Kinderpornographie und real begangenen Übergriffen nicht hinreichend widerlegt worden ist, sollte im Zweifel zu Gunsten des Kinderschutzes entschieden werden."

Unter Berücksichtigung der genannten Argumente stimme ich zu dass eine Legalisierung virtueller Kinderpornographie äusserst heikel wäre.
Ich stelle mir aber die Frage wie ein Zusammenhang wie oben beschrieben überhaupt widerlegt oder bestätigt werden kann.
Aufgrund der aktuell bestehenden gesetzlichen Grundlagen besteht aus meiner Sicht keine Möglichkeit eine Studie hierüber zu erstellen.

Es wäre nämlich durchaus interessant zu Erfahren zu welchen Ergebnissen eine solche Studie kommen würde.
Ich teile nämlich Deine Meinung dass eine Antwort auf diese Frage nicht von anderen Beispielen wie Gewaltspiele am Computer etc. abgeleitet
werden kann.

Eine Klärung könnte wesentlich dazu beitragen endgültig die Frage zu klären ob eine Legalisierung eher präventive Wirkung zeigen würde und somit tatsächlich die Opferzahlen senken würde oder aber eben die Hemmschwelle für das reale Leben soweit reduzieren würde dass eher mit noch mehr Opfern zu rechnen wäre.

Zu welchen Erkenntnissen eine solche Studie auch kommen mag: Es sollte dennoch nicht vergessen werden dass die Resultate niemals allgemeingültig sein würden da Menschen einfach zu vielfältig sind als dass man ein Muster auf alle anwenden könnte.

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Zidane
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Beitrag von Zidane » Do 7. Feb 2019, 08:06

Horatio hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 05:28
Zitat aus eurem Forum:
Das ist etwas zu pauschal, weil es nicht unbedingt eine gesamte Ansicht aller User sein muss, und es nur eine Meinung eines Einzelnen sein könnte. Eine Konkretisierung wäre schon angebrachter gewesen.
Horatio hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 05:28
Unter Berücksichtigung der genannten Argumente stimme ich zu dass eine Legalisierung virtueller Kinderpornographie äußerst heikel wäre.
Wir leben gerade in Deutschland mit unserer Vergangenheit (GeStaPo, Stasi, Verfassungsschutz) eine unterschwellige Gedankenkontrolle, die wir stark durch unsere Erziehung verinnerlicht haben. Die Spitze kann man in Georg Orwells Roman "1984" sehr gut nachvollziehen.

Das realer KiPo Schaden an Kindern verursacht, ist ja wohl unstrittig! Aber virtuelle KiPo sind eigentlich nur sichtbar gemachte Gedanken. Vielfach wurde uns beigebracht, dass Gedanken die Auslöser aller Verbrechen seien. Das mag ja sein. Aber dabei wird vergessen, dass wir alle in uns Gedanken haben, die beim Ausleben Menschen schaden und auch gegen Gesetze verstoßen können.

Wie oft kommt es vor, das man in wütenden Situationen beleidigen oder gar zuschlagen möchte! Wie oft stelle ich mir vor, wie ein gehasster Mensch alles so umkommen kann. Oder es kommen mir Gedanken, wenn ich Geldprobleme habe, 'ner alten Oma die Brieftasche zu klauen, im Laden etwas mitgehen zu lassen oder gar eine Bank zu überfallen.

Oder das Autofahren. Einer der größten Killer von Menschen ohne natürlichen Gründe. Zu hohe Geschwindigkeit, oder die Gedanken mich mit dem Wagen umzubringen, oder andere überfahren zu wollen. Da denke ich an den Berliner Weihnachtsmarkt. Und keiner denkt an das Verbot des Autos!

Hier kommt es doch auch auf die Stigmatisierung der Pädophilie an. Wer KiPos nutzt, der wird auch real Kinder vergewaltigen! Und da stellt sich die "normale" Gesellschaft auch vor, dass dies auch mit virtueller KiPo so wäre und glauben tatsächlich durch Verbote so zum Kinderschutz beizutragen. Ich gebe gerne zu, dass der Weg durchaus auch über diese Art der KiPo zum Missbrauch möglich ist. Aber ich glaube eher, dass der viel größere Teil, so seine Phantasien ausleben kann, ohne diesen Schritt zu gehen, weil sie so den Drang schwächen können. So jedenfalls geht es mir.

Das "Gefährlichste" für uns scheinen die Gedanken des Anderen zu sein, da wir sie nicht erkennen und kontrollieren können. Und über solche sinnlosen Verbote wird versucht, es wenigstens über diese Schiene zu tun! Ich kann nur hoffen, dass auch dies eines Tages in der Gesellschaft ankommt, das die Taten und Wege einiger Weniger nicht Taten und Wege aller Menschen mit einer ähnlichen Neigung seien!

korrigierte Rechtschreibung :roll:
Zuletzt geändert von Zidane am Do 7. Feb 2019, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Kind ist kein Gefäß das gefüllt, sondern ein Feuer das entfacht werden will. Francois Rabelais, ca. 1494 – 1553)
Du kannst nur gewinnen, wenn dein Mut zu siegen größer ist, als deine Angst vor dem Verlieren.

:P Ich bin Erzieher, Vater, Opa, pädo-, hebe-, ephebo-, homo- und noch anderes ganz viel! | AoA - m 10-14 :P

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LeGo2
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Beitrag von LeGo2 » Do 7. Feb 2019, 09:18

Welche gesetzlichen Grundlagen müssten denn Deiner Meiung nach bestehen, damit entsprechende Studien möglich wären? Wie würdest Du das dann ermitteln wollen?

Ich stelle die Behauptung in den Raum, dass das Ergebnis dieser "unabhängigigen" Studie, sollte es sie jemals geben, sowieso sein würde: "Jo, fixt die Leute an. Die gehen dann ne Leiter hoch: Konsum virtueller Kipo -> Konsum Nacktbilder-KiPo -> Konsum Posing-KiPo -> Konsum Kinder-KiPo -> Konsum MiA -> Tat: Gucken -> Tat: "zufällig" berühren -> Tat: eindeutig sexuell motivierte Übergriffigkeit (-> Vergewaltigung)" Alles andere wäre sehr dramatisch, weil es a) das Risiko erhöhen würde bei nicht wirklich oder falsch begründeten HDs am Ende leer auszugehen, b) Pädos Freude bereiten könnte und die sollen nicht wichsen, sondern therapiert werden und c) die prinzipielle Frage nach sich ziehen würde, ob der Konsum von KiPo in statistisch relevanter Häufigkeit SKM begünstigt.

Solange es unter gleicher Begründung wenigstens Staatsdienern untersagt bleibt Zeug zu tauschen ist doch alles prima. Derzeitige Überlegungen, denen zu erlauben virtuell geschaffenen KiPo einzusetzen um in interne Tauschringe zu gelangen, sind mehr als pervers. Denn wenn die "gültige" Logik zutreffnd ist, werden einige der Betrachter ja angefixt und begehen erstmaligen oder zusätzlichen Missbrauch an Kindern. Und ein Bild welches einmal im Netz ist, bleibt dort... Wieviele Kinder würden dann also aufgrund der staatlichen Interaktion missbraucht werden und wieviele Missbräuche sind ok, wenn man dafür den KiPoHersteller XY endlich dingfest machen kann?

Aiko
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Beitrag von Aiko » Do 7. Feb 2019, 09:44

Du beschreibst die jetzt schon allgemein übliche Praxis @LeGo.

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Mano
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Beitrag von Mano » Do 7. Feb 2019, 12:10

Zidane hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 08:06
Aber virtuelle KiPo sind eigentlich nur sichtbar gemachte Gedanken.
Dieser Satz ist für mich bei den virtuellen und auch gezeichneten Kipos massgebend. Für mich sind solche Kipos bloss etwas Farbe auf das Papier gebracht und nicht mehr. Es ist für mich auch sehr weit entfernt von den realen Kipos, weil hinter dem Virtuellen und Gezeichneten kein realer Mensch steht. Und egal wie diese Kipos aussehen und auch wenn sie noch so abartig sind, es kann absolut kein Schaden an einem Menschen entstehen.

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Mitleser
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Beitrag von Mitleser » Do 7. Feb 2019, 13:18

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass "wirklichkeitsnahe" KiPos hauptsächlich deshalb unter Strafe stehen, weil die Behörden sie bei Ermittlungen eben nicht von einem tatsächlichen Geschehen unterscheiden können. Alles, was virtuell ist, schadet Kindern ja nicht (und der Schutz der Kinder steht bei all den Gesetzen immer noch an erster Stelle), und ob das nun eine "Einstiegsdroge" darstellen kann oder nicht, sei dahingestellt, die gleiche Diskussion gibt's ja auch bei vielen anderen Dingen (Alkohol, Computerspiele usw.).

Deshalb finde ich den Vorschlag, virtuelle KiPo quasi als "Lockmittel" einzusetzen, um Pädophile dingfest zu machen, sehr gefährlich, das hat LeGo2 ja schon angemerkt. Es sollte den Behörden weiterhin verboten sein, echte oder auch nur virtuelle Aufnahmen einzusetzen, denn es kann nicht sein, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Ansonsten könnte die Polizei auch gleich Bier oder Joints ausgeben, um die "angefixten" Konsumenten beim nächsten Kontakt dingfest zu machen.

Das große Problem heutzutage ist aber nicht die Kinderpornografie an sich, sondern die gesellschaftlichen Bestrebungen, Pädos nach Möglichkeit von Kindern selbst und auch von jeglichen Aufnahmen fernzuhalten. Dabei sollte jeder wissen, dass ein kategorisches Verbot einer angenehmen Sache immer kontraproduktiv ist, weil es eine Sache eben erst recht interessant macht und Sehnsüchte weckt. Wenn selbst harmlose Dinge wie Strandfotos quasi illegal gemacht werden, sobald sie in den Händen von Pädophilen sind, wie soll man da erst mit virtueller Kinderpornografie umgehen?

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Max
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Beitrag von Max » Do 7. Feb 2019, 16:38

Dieses Zitat stammt zuerst einmal nicht aus dem Forum. Ich habe oben im ersten Beitrag mal den Link zur tatsächlichen Quelle eingefügt.
♦ Ich: mnl ≈30 ♦ Präferenz: wbl 6-12, 20+ ♦ keywords: ADHS, Zeichnen, Bibel, Naturwissenschaften ♦
♦ Mein Buch: „Für ein Kinderlachen“ (2015 veröffentlicht) ♦

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it's the deeds that make the man.«
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Beitrag von Max » Do 7. Feb 2019, 18:07

Mitleser hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 13:18
Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass "wirklichkeitsnahe" KiPos hauptsächlich deshalb unter Strafe stehen, weil die Behörden sie bei Ermittlungen eben nicht von einem tatsächlichen Geschehen unterscheiden können.
Dem ist leider meines Wissens nicht so. Wenn die Grenze da läge, wo etwas leicht mit einem Foto verwechselt werden könnte, dann wäre das ja eine sehr klare Grenze, eine, die sowohl für den Bürger als auch für die Ermittlungsbehörden einfach zu beachten wäre. Leider ist es wohl so, dass es einzig und allein am Richter liegt, ob für ihn Fotorealismus ausschlaggebend ist oder etwa auch Figuren im Comicstil noch „wirklichkeitsnah“ sind. Meinem bisherigen Eindruck nach ist das ein gewaltiger Gummiparagraf, der keinerlei Rechtssicherheit bietet.
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Beitrag von Mitleser » Do 7. Feb 2019, 18:59

Ein "Gummiparagraph" war es immer schon, und ob jetzt die Behörden bei den Ermittlungen oder der Richter bei der Gerichtsverhandlung die Sache in die eine oder andere Richtung interpretiert, ist ja unerheblich. Fest steht jedenfalls, dass man sich in ein "Minenfeld" begibt, und mit jeder Gesetzesverschärfung wird es noch schwieriger - Edathy lässt grüßen...

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Zidane
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Beitrag von Zidane » Do 7. Feb 2019, 19:43

Mitleser hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 13:18
Dabei sollte jeder wissen, dass ein kategorisches Verbot einer angenehmen Sache immer kontraproduktiv ist,...
Ist zwar richtig, aber vergesse bitte nicht, dass es, egal, wie man es sehen mag, ein sehr emotionales Thema ist! Und wo Emotionen herrschen hat Sachlichkeit und Logik kaum eine Chance! Daher auch die mühsame Aufklärung zu diesem Thema!
Ein Kind ist kein Gefäß das gefüllt, sondern ein Feuer das entfacht werden will. Francois Rabelais, ca. 1494 – 1553)
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